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      <TitleText>Kinder mit schweren Behinderungen in der Musiktherapie</TitleText>
      <Subtitle>Zwischen Annehmen, Sp&#xFC;ren, Begegnen und Entdecken</Subtitle>
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      <SubjectHeadingText>Behinderung</SubjectHeadingText>
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      <Text language="ger">Aus der musiktherapeutischen Arbeit entstand ein Konzeptentwurf f&#xFC;r die Einzelmusiktherapie mit Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen. Die Autorin f&#xFC;hrt grundlegend in das Thema ein, indem sie die Situationen von Kind und Therapeutin, gesellschaftliche Einflussfaktoren wie auch die Wirkungsweise der Musik er&#xF6;rtert. Es folgen &#xDC;berlegungen zu Zielsetzungen und Rahmenbedingungen einer musiktherapeutischen Behandlung in Abgrenzung zu p&#xE4;dagogischem Arbeiten. Vorschl&#xE4;ge zur konkreten theoriegeleiteten Praxis werden durch Fallvignetten aus einer Einzelmusiktherapie veranschaulicht.</Text>
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      <Text language="ger">Annette Kuntsche ist Musiktherapeutin M. A. und Sonderschullehrerin, seit 2005 t&#xE4;tig an einer Schule f&#xFC;r K&#xF6;rperbehinderte. &lt;br/&gt;Hochschullehrauftr&#xE4;ge in der Fachrichtung Geistig- und Mehrfachbehindertenp&#xE4;dagogik.&lt;br/&gt;T&#xE4;tigkeitsschwerpunkte: Musiktherapie und Musikp&#xE4;dagogik mit Menschen mit Behinderungen, Zusammenarbeit mit Menschen mit schweren Behinderungen (so genannte Schwermehrfachbehinderung), Unterst&#xFC;tzte Kommunikation, Anfangs-/Grundstufenunterricht</Text>
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      <Text language="ger">Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen stellen ihre Dialogpartner, h&#xE4;usliche Bezugspersonen ebenso wie Fachpersonal, vor vielf&#xE4;ltige Herausforderungen. Ihre k&#xF6;rperlichen und geistigen Behinderungen, die Ausdrucksbehinderung nichtsprechender Kinder - kurz gesagt: das Anderssein dieser Kinder macht uns das Verstehen ihrer &#xC4;u&#xDF;erungen h&#xE4;ufig schwer.&lt;br/&gt;Mit Musik gelingt es sp&#xFC;rbar, Barrieren abzubauen und Begegnungen zu erm&#xF6;glichen. Es wird m&#xF6;glich, sich einzuf&#xFC;hlen, etwas von den Lebensthemen der Kinder und Jugendlichen zu verstehen, in einen musikalischen Austausch zu gelangen und Entwicklungen anzusto&#xDF;en.&lt;br/&gt;Ausgehend von ersten positiven Erfahrungen aus der Einzelmusiktherapie mit betroffenen Kindern und Jugendlichen entstand der Wunsch der Autorin nach einem Konzeptentwurf f&#xFC;r das musiktherapeutische Arbeiten mit diesem Personenkreis der Kinder mit so genannter Schwermehrfachbehinderung. Der vorgelegte Entwurf eines Behandlungskonzepts soll dem eigenen therapeutischen Handeln Richtung geben, es reflektierbar sowie den Verlauf und Nutzen der Behandlung nachvollziehbar machen.&lt;br/&gt;Hierzu f&#xFC;hrt Annette Kuntsche zun&#xE4;chst grundlegend in das Thema der Einzelmusiktherapie mit Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen ein. Die Situationen von Kind und Therapeutin werden ebenso dargestellt wie gesellschaftliche Einflussfaktoren und die spezifische Wirkungsweise der Musik. Die folgenden &#xDC;berlegungen zu Zielsetzungen und Rahmenbedingungen einer musiktherapeutischen Behandlung in Abgrenzung zu p&#xE4;dagogischem Arbeiten dienen der Vorbereitung und Legitimation der Behandlung. Schlie&#xDF;lich gibt Annette Kuntsche unter den Aspekten des &#x201E;Annehmens&#x201C;, &#x201E;Sp&#xFC;rens&#x201C;, &#x201E;Begegnens&#x201C; und &#x201E;Entdeckens&#x201C; konkrete Vorschl&#xE4;ge f&#xFC;r die theoriegeleitete musiktherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen. Dabei werden therapeutische Interventionen begr&#xFC;ndet, sowie m&#xF6;gliche in der Therapeutin auftauchende Gegen&#xFC;bertragungsgef&#xFC;hle und jeweils vorherrschenden Funktionen der Musik er&#xF6;rtert, so dass der Leser einen Handlungs- und Reflexionsleitfaden f&#xFC;r die eigene Praxis erh&#xE4;lt. Fallvignetten aus der Musiktherapie mit einem Jungen mit schweren Behinderungen veranschaulichen die konzeptionellen &#xDC;berlegungen an einem Beispiel aus der Praxis der Autorin. Ein abschlie&#xDF;endes Kapitel beleuchtet die Frage nach dem Zeitpunkt der Beendigung einer musiktherapeutischen Behandlung und M&#xF6;glichkeiten der &#xDC;bertragung von Behandlungserfolgen in den Alltag, unter anderem mit M&#xF6;glichkeiten der unterst&#xFC;tzten Kommunikation.&lt;br/&gt;</Text>
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      <Text language="ger">&#x201E;F&#xFC;r die ebenso notwendige wie schwierige Arbeit mit mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen zeigt Annette Kuntsche an einem selbst entwickelten Programm mit den Schritten &#x201E;Annehmen - Sp&#xFC;ren - Begegnen - Entdecken&#x201C;, wie sich konzeptgeleitete Arbeit verwirklichen l&#xE4;sst und wie damit zugleich eine Grundlage f&#xFC;r empirische Wirksamkeitsforschung gelegt werden kann. Ihre eigene Arbeit mit dem Kozept (!) spiegelt eine humanistische Haltung wider, die selbst bei st&#xE4;rkster Beeintr&#xE4;chtigung und Behinderung die Subjektivit&#xE4;t des Gegen&#xFC;bers anerkennt, dessen krankheitsbedingt verzerrten Ausdruck versteht und damit eine bedeutsame Begegnung erm&#xF6;glicht. (...)&lt;br/&gt;Fazit: F&#xFC;r Praktiker eine anregende Grundlage f&#xFC;r den eigenen Einstieg in eine schwierige Arbeit. F&#xFC;r wissenschaftlich Interessierte ein Bezugsrahmen f&#xFC;r die Entwicklung eigener theoretisch fundierter Empirie.&#x201C;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gisbert Roloff&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In: Socialnet.de&lt;br/&gt;http://www.socialnet.de/rezensionen/12459.php&lt;br/&gt;(20. April 2012)</Text>
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      <Text language="eng">A draft concept for individual music therapy with children and adolescents with severe disabilities emerged from the music therapy work. The author provides a fundamental introduction to the topic by discussing the situations of the child and therapist, social factors and the effects of music. This is followed by considerations on the objectives and framework conditions of music therapy treatment in contrast to pedagogical work. Suggestions for concrete theory-led practice are illustrated by case vignettes from individual music therapy.</Text>
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      <Text language="eng">Annette Kuntsche is a music therapist M.A. and special education teacher who has worked at a school for the physically disabled since 2005. University teaching assignments in the field of mental and multiple disabilities education.&lt;br/&gt;</Text>
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